Microsoft hat im November 2021 begonnen, einiger seiner alten Office-Versionen abzuriegeln.
(Image: © ed-hardie - unsplash.com)
Welche Versionen von Microsoft sind betroffen?
Hierbei handelt es sich konkret um Outlook 2007, 2010 und Office-2013-Versionen vor 15.0.4971.1000. Es gibt aktuell nach wie vor einige Firmen, die mit diesen veralteten Versionen hantieren. Die Mindestvoraussetzungen steigen ab dem Stichtag auf Outlook 2013 mit den Service Pack 1.
Dies ist seit dem 22.03.2022 seitens Microsoft ausgeweitet worden, es gibt nun auch Einschränkungen für Outlook 2016. Nach dem 22. März können nun auch keine Outlook-Clients mit Versionen vor 16.0.4600.1000, keine Verbindung mehr zu den Microsoft 365-Diensten aufbauen.
Die Sperre der Outlook-Clients wurde in mehreren Schritten ausgerollt:
- 1. November 2021 – Outlook 2007
- 11. Januar 2022 – Outlook 2010
- 28. Februar 2022 – Outlook 2013
- 28. März 2022 – Outlook 2016 (befindet sich momentan im Rollout)
Doch was passiert nun für die Benutzer?
In Unternehmen, bei denen Outlook zu weit veraltet ist oder die nicht schnell genug mit ihren Updates sind, erhalten Outlook-Benutzer die folgende Fehlermeldung beim Starten Ihrer Clients:
„Ihr Microsoft Exchange-Administrator hat die von Ihnen verwendete Version von Outlook gesperrt. Wenden Sie sich an Ihren Administrator, um Unterstützung zu erhalten.“
Outlook 2016 hat in diesem Fall eine andere Fehlermeldung als die älteren Versionen:
Beachten Sie, dass es technisch nicht möglich ist, die Verbindung zu Exchange Online wiederherzustellen, sobald Outlook 2007, 2010, 2013 oder 2016 blockiert ist. Benutzer können Outlook im Web sofort über einen Browser auf Ihrem Windows-Gerät (oder einem anderen Gerät) verwenden. Outlook im Web stellt eine Verbindung zu Exchange Online her und ermöglicht dem Benutzer die Interaktion mit seinen E-Mails, Kontakten, Kalendern, Gruppen, öffentlichen Ordnern und Aufgaben.
Um eine Verbindung zu Exchange Online über Outlook für Windows herzustellen, muss das Gerät auf eine unterstützte Version von Outlook für Windows aktualisiert werden.
Warum blockiert Microsoft diese Outlook-Versionen?
- Ältere Outlook-Versionen wie Outlook 2007 und 2010 sind mit den folgenden bevorstehenden Dienständerungen nicht kompatibel, was zu dieser kontrollierten Sperrung führt, unter anderem dem Abstellen der Basis-Authentifizierungsmethoden in Microsofts Cloud – Diensten.
- Das Abstellen von Legacy – Authentifizierungen in Richtung Microsoft 365 und das Forcieren von modernen Authentifizierungsprotokollen, sollen die Daten der Kunden und Unternehmen, welche Microsofts Cloud – Infrastrukturen benutzen schützen, sowie Compliance und Richtlinienkontrollen bieten, die die Datenverwaltung deutlich vereinfachen.
- Momentan arbeitet Microsoft daran, dass HTTP/2 Protokoll in Microsoft 365 zu implementieren. Dieses Protokoll, im Gegensatz zu einfachem HTTP, ist ein Vollduplex-Protokoll, welches die Latenzen beim Arbeiten mit den Cloud – Diensten deutlich verbessert und Benutzern eine bessere Arbeitserfahrung bietet.
Für Sie als Administrator:
Falls Sie wissen möchten, welche Outlook-Versionen momentan noch Verbindungen zu Ihrem Tenant aufbauen, stellt der Berichts zur Nutzung von E-Mail-Anwendungen, der im Microsoft 365 Admin Center zu finden ist, eine vollständige Liste aller Benutzer und Outlook-Versionen zur Verfügung.
Benötigen Sie Unterstützung bei der Auswertung der verwendeten Versionen oder dem Upgrade ihrer Clients? Kommen Sie gerne jederzeit auf uns zu unter Support@netlogix.de!