Keine Angst vor Open Source: Was Proxmox VE wirklich ausmacht 

Stefan
von Stefan
23.09.2026
02:15 MIN

Im ersten Teil unserer Reihe zu Proxmox VE haben wir gezeigt, warum sich der Blick auf VMware-Alternativen gerade lohnt. In Teil 2 widmen wir uns einer Frage, die uns in Kundengesprächen fast immer gestellt wird. Sie lautet, meist etwas höflicher formuliert: "Open Source? Ist das nicht diese komische Frickelsoftware für Bastler?" Ich kann Sie beruhigen: Nein. Und der beste Beweis dafür liegt wahrscheinlich schon in Ihrem Rechenzentrum.

Sie setzen längst auf Open Source 

Proxmox VE virtualisiert mit KVM. KVM ist seit 2007 fester Bestandteil des Linux-Kernels – und die Grundlage, auf der AWS und Google Cloud ihre Instanzen betreiben. Dazu kommt: Der überwiegende Teil Ihrer VMs läuft vermutlich unter Linux. Ihre Datenbanken sind PostgreSQL oder MariaDB. Ihre Container orchestriert Kubernetes. 

Die Frage ist also nicht, ob Sie Open Source einsetzen. Sondern nur, ob Sie es auch beim Hypervisor tun. 

 

Wer hinter Proxmox steht 

Der zweite Teil der Antwort auf die Bastler-Frage: Proxmox VE ist kein Feierabendprojekt. Dahinter steht die Proxmox Server Solutions GmbH in Wien – gegründet und bis heute geführt von den ursprünglichen Entwicklern, mit Enterprise-Repository, definierten Release-Zyklen, kommerziellem Support und einer Roadmap, die seit über 15 Jahren dieselbe Richtung hält. 

Ein Unternehmen mit klarer Verantwortlichkeit also. Nur eben eines, das seinen Code offenlegt. 

 

Was Open Source Ihnen bringt 

Dass keine Lizenzkosten anfallen, ist dabei eher der Nebeneffekt. Im Kern bringt Open Source drei Freiheiten: den Code zu lesen, zu ändern und weiterzugeben. Praktisch heißt das: 

Prüfbarkeit. Sie können nachsehen, was die Software tut – oder es nachsehen lassen. Bei proprietärer Software müssen Sie dem Hersteller glauben. 

Kalkulierbarkeit. Das Lizenzmodell kann nicht über Nacht umgestellt werden, ohne dass ein Fork möglich bleibt. Genau diese Erfahrung haben viele Unternehmen 2024 auf der anderen Seite gemacht.

Offene Formate. Ihre VM-Images liegen als offene, dokumentierte Formate vor – als Raw-Volumes auf ZFS oder Ceph, als qcow2 auf Verzeichnis- oder NFS-Storage. Dokumentierte Formate, die Sie mitnehmen können. Das ist kein Marketing-Versprechen, sondern nachprüfbar. 

 

Und was Open Source nicht bringt 

Damit wir uns richtig verstehen – ein paar Dinge, die man oft hört, stimmen so nicht: 

Open Source ist nicht automatisch sicherer. Der xz-Backdoor 2024 hat gezeigt, dass auch offene Projekte angegriffen werden. Bemerkenswert ist aber, wie die Sache ausging: Ein einzelner Entwickler stolperte über eine halbe Sekunde Verzögerung beim SSH-Login, sah in den Code – und die Hintertür war weg, bevor sie eine stabile Distribution erreichte. Bei geschlossenem Code hätte niemand nachsehen können. Nicht "keine Lücken", sondern "Lücken werden gefunden": Das ist der ehrliche Vorteil. 

Vendor-Lock-in verschwindet nicht komplett. Er wird deutlich kleiner – die Daten und Formate gehören Ihnen. Aber Betriebsprozesse, Automatisierung und Know-how binden Sie trotzdem an eine Plattform. Nur eben nicht an eine Preisliste. 

Kostenlos ist nur die Lizenz. Der Betrieb kostet in jedem Fall. 

Illustration: Proxmox bei netlogix

Zwei Wege nach Rom 

Womit wir beim Praktischen wären. Bei proprietärer Software bezahlen Sie die vermeintliche Einfachheit über die Lizenz – und der Anbieter kann diesen Preis mit wenig Vorwarnung ändern. Beratung, Support und Infrastruktur kommen ohnehin obendrauf. 

Bei Open Source haben Sie die Wahl: Kompetenz im eigenen Team aufbauen und dauerhaft vorhalten – oder sich einen Partner holen. 

 

Managed Proxmox von netlogix 

Wir betreiben Proxmox VE für Sie als Managed Service: Monitoring, Updates, Patch-Management und SLA-gesicherter Support auf Deutsch. Ihre Umgebung läuft dabei auf dem Enterprise-Repository, also auf den von Proxmox getesteten und für den Produktivbetrieb freigegebenen Paketen – nicht auf den neuesten, sondern auf den geprüften. 

Sie haben exakt einen Ansprechpartner für Ihre gesamte Virtualisierungs-Infrastruktur, inklusive direktem Eskalationspfad nach Wien. 

Natürlich können Sie auch Closed-Source-Software als Managed Service betreiben lassen. Dann haben Sie allerdings wieder keine Einsicht in den Code, keinen Einfluss auf die Roadmap – und vor allem: keine Kontrolle über die Kostenentwicklung. 

 

Nochmal ausführlich: Stefan Meiers Präsentation auf der netlogix LIVE 2026

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  • Stefan Meier
  • Leiter nlx.cloud

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