26.06.2017

PowerShell Conference EU 2017 – noch mehr DSC

Die netlogix-Generosität ermöglichte es mir, mit zwei Kollegen im Mai eine unfassbar interessante und auch irgendwie „freakige“ Veranstaltung zu besuchen: die „PowerShell-Konferenz Europa 2017“. Drei Tage lang Vorträge von Speakern aus der gesamten Welt von Australien bis in die USA … beeindruckend. Wer interessiert ist: http://www.psconf.eu/de/

(Wer auf der Collage der Homepage die drei Profilbilder der netlogix-Mitarbeiter findet und unter den ersten drei Einsendern (Kommentare unter dem Blogartikel) ist, dem schicke ich persönlich ein netlogix-Werbegeschenk zu ;)

Wer sich die aufgezeichneten Vorträge ansehen will, findet bei YouTube den Channel „PSCONF.EU 2017“. Alle Folien der Vorträge sowie Codebeispiele finden sich bei Git: https://github.com/psconfeu/2017

Das geballte Experten-Know-how (das ist keine Übertreibung!) hat uns überrollt und jeden wieder geistig zurück auf seinen Platz verwiesen, aber dennoch habe ich einiges mitgenommen. Die aus meiner Sicht wichtigsten Kernaussagen und zukunftsweisenden Kommentare der PowerShell-Götter:

PowerShell 2.0 aus den Systemen entfernen, weil es unsicher ist

Mehrmals wurde das von verschiedenen Rednern erwähnt. Die PowerShell 2.0 „Engine“ ist aus Kompatibilitätsgründen auf den meisten Windows-Systemen standardmäßig installiert. Diese Version hat aber einige relevante Sicherheitslücken und sollte daher so bald wie möglich aus den IT-Systemen verschwinden:

Weg damit!

DSC ist megawichtig und cool

Aus meinem vorhergehenden Blogartikel vom 28.03.2017 wissen Sie vielleicht, dass ich das Thema Desired State Configuration etwas genauer betrachtet habe und begeistert bin. Man kann sehr coole Sachen damit machen. Und nach den drei Tagen voller Vorträge hat sich gezeigt, dass ich damit nicht alleine bin. DSC ist der „neue heiße Scheiß“. Fast die Hälfte der 80 Vorträge haben das Thema DSC zumindest angesprochen und Projekterfahrungen wurden geteilt.

Der Vorteil: „Configuration as Code“. Ich vermeide damit den Konfigurations-Drift, indem ich jede Konfiguration per Skript erledige. Somit ist automatisch jede Änderung dokumentiert und reproduzierbar. Mehr Informationen und eine kurze Einführung finden Sie in meinem vorherigen Artikel: https://it-services.netlogix.de/blog/desired-state-configuration-fuer-powershell-5-0

Der PullServer für DSC ist noch nicht ausgereift

Im meinem letzten Blogartikel kündigte ich an, eventuell zu zeigen, wie man einen PullServer einrichtet. Nach den Erfahrungswerten der an der PSConf EU 2017 beteiligten Redner zu urteilen lohnt es sich aktuell nicht, ihn zu verwenden, da er noch nicht ausgereift genug ist. Es wurden diverse Probleme beschrieben, die mir auch schon begegnet sind, und ich musste die gleichen Workarounds basteln wie der eine oder andere Microsoft PFE … Also besser abwarten und beobachten und bis dahin auf Alternativen zurückgreifen.

Visual Studio Code ist das Scripting Environment der Wahl

Es kostet nichts, es sieht cool aus und eignet sich bestens als Ersatz für die PowerShell ISE.

Die meisten der PowerShell-Gurus verwendeten dieses Tool, um ihre Beispiele zu zeigen, und nach einigen Tests muss ich zugeben, dass es tatsächlich äußerst gut geeignet ist. Durch seine zahlreichen Plug-ins bleiben beim Thema „Features“ kaum Wünsche offen.

Das also als kurzer Einblick in die Welt der PowerShell-Freaks. Ich hoffe, ich konnte Interessierten einen Einblick geben, was die Neuigkeitenfront zum Thema PowerShell zu bieten hat.

Sebastian Reitter
Senior Consultant

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