22.01.2015

Neuigkeiten von der Citrix Summit 2015

Auch in diesem Jahr veranstaltete Citrix die jährliche Citrix Summit für Partner weltweit. In diesem Zuge werden neue Strategien und vor allem die Neuerungen innerhalb der Produktlinien für das angelaufene Jahr vorgestellt. Da viele Informationen unter NDA (Non-Disclosure Agreement) - also einer Geheimhaltungserklärung - stehen, können wir an dieser Stelle leider nicht alle Informationen herausgeben. Dennoch sind die bereits offiziell angekündigten Neuerungen einen Blick wert.

XenApp und XenDesktop

Im ersten Quartal 2015 soll eine Erweiterung von XenApp/XenDesktop auf den Markt kommen. Diese soll ein aktualisiertes Optimierungspaket für Lync (HDX Optimization Pack for Microsoft Lync) mit sich bringen. Hier soll vor allem der Lync-2013-Support an Linux- und MAC-Geräten weiter verbessert werden.

Bei der nächsten Erweiterung handelt es sich um die Möglichkeit, Sessions aufzeichnen zu können. Dies soll dann über den Desktop Director ansteuerbar sein (Director Session Recording). Das Feature kann an der einen oder anderen Stelle helfen, Fehler innerhalb einer Usersession besser zu identifizieren.

Bereits heute steht für alle XenApp/XenDesktop-Kunden, welche XenServer im Einsatz haben, die neue XenServer 6.5-Version als Update zur Verfügung.

Im Laufe des Jahres soll außerdem ein Virtual Desktop Agent für Linux herauskommen. Dieser bietet dann die Möglichkeit, über eine virtuelle Applikation an Workern (XenApps) Linux-basierende Applikationen für nicht auf Linux-basierende Endgeräte bereitzustellen.

Natürlich wird auch weiterhin das HDX-Protokoll verbessert, diesmal mit HDX with Framehawk. Die neue Technologie soll das Arbeiten über Wi-Fi oder Telefonnetze optimieren und das Benutzerempfinden deutlich verbessern.

Des Weiteren wurde der DesktopPlayer angekündigt. Dieser soll dem Benutzer das Arbeiten ohne Netzwerkverbindung mit seinem von der Firma bereitgestellten virtuellen Desktop ermöglichen.

XenServer 6.5

Neue Features (Release Notes):

  • verbesserte Performance
  • In-memory Read Caching
  • Online-LUN-Erweiterung
  • SCSI UNMAP für LVM-basierenden Storage
  • 64-bit Control Domain Linux Kernel
  • höhere Skalierbarkeit der vGPUs
  • Wiedereinführung und Verbesserung des Workload Balancing

XenMobile 10

In der kommenden XenMobile-Version soll es eine einheitliche Managementplattform geben. Dies soll die Managementprozesse und die Bereitstellung mobiler Anwendungen deutlich vereinfachen. Auch die Anwender profitieren von einer erhöhten Benutzerfreundlichkeit, da das Design der Lösung neu gestaltet wurde.

Die XenMobile Suite beinhaltet folgende integrierte Geschäftsapplikationen: WorxMail, WorxWeb, WorxNotes, WorxEdit, WorxDesktop und ShareFile.
Als Neuerung bei WorxNotes ist nun die Integration und Synchronisierung von Outlook-Notizen möglich.
Außerdem ermöglicht WorxNotes im Zusammenspiel mit ShareFile ein einfaches und sicheres Arbeiten mit dem Erstellen von Notizen über Texteingabe, Audioaufnahmen, Bilder und Videos. Diese Daten befinden sich immer innerhalb der gesicherten WorxNotes-Anwendung, indem sie mit ShareFile synchronisiert werden.

Citrix übernimmt Sanbolic

Citrix hat Sanbolic, ein erfolgreiches amerikanisches Unternehmen für Storagevirtualisierung, übernommen. Unabhängig vom verwendeten Speichermedium bieten dessen Lösungen ein hohes Maß an Skalierbarkeit und Ausfallsicherheit. Neben dem Load Balancing sollen sie außerdem für ein optimiertes Benutzerempfinden sorgen.

Citrix WorkspacePod

Wie bereits in der Vergangenheit geschehen stellt Citrix auch gleich ein neues Produkt in Zusammenarbeit mit dem übernommenen Unternehmen vor. Mit WorkspacePod bietet Citrix eine Komplettlösung für die Bereitstellung Ihrer Workspace-Infrastruktur an (inklusive Storage). Mit Unterstützung von HPs Moonshot-Plattform gibt es bereits die passende Hardware zur neuen Gesamtlösung, nämlich den HP ProLiant 4540.

Folgende Vorteile sollen sich dadurch ergeben:

  • Hardwareeinsparungen von bis zu 40%
  • eine vielfach größere Benutzerdichte pro Rack
  • deutliche Energieeinsparungen gegenüber herkömmlichen Lösungen
  • leistungsfähiges Netzwerk: 40 GB zwischen Storage und Recheneinheit
  • sehr gute Grafikleistung durch integrierten CPU/GPU-Support (z.B. für HDX3D)
  • hohe Redundanz und Verfügbarkeit durch die Bauweise

Florian Scheler
Senior Consultant

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